Pressestimmen
13.04.2004
Eigene Eingangstür für Taxifahrer
„In der Tat sind Service und Fairness bei diesem Geschäft das A und O“
Vor allem an Bahnhöfen in Großstädten sticht seit längerem ins Auge: Die Markenvielfalt im Taxigewerbe nimmt stärker zu. So weit es die nähere Zukunft betrifft, wird dieser Trend anhalten. Das untermauert auch eine jüngst erschienene Umfrage des Forsa-Institutes in Berlin von Anfang Februar mit 534 Taxiunternehmen, die insgesamt gegenwärtig 2.434 Fahrzeuge einsetzen. Ein Ergebnis: 45 Prozent der Interviewten gaben an, zumindest in Teilbereichen des Fuhrparks demnächst die Marke zu wechseln. Schon 62 Prozent befassen sich intensiver mit den Anschaffungspreisen, denn die Gesundheitsreform mit ihren Auswirkungen im Bereich der Krankentransportfahrten hat die Einnahme-Situation in der Branche noch einmal verschlechtert. Prompt meldet beispielsweise Volkswagen bereits einen Marktanteil von über 20 Prozent.
Auch die Region Münster bietet ein ungefähres Spiegelbild der Gesamtlage. Hier ist Mazda schon trefflich zum Zuge gekommen, von 274 ausgestellten Lizenzen entfallen derzeit rund 50 zu etwa 40 Prozent auf den Minivan Premacy. Der Rest in der westfälischen Hauptstadt verteilt sich auf einige ältere 626-Versionen und vor allem auf den neuen Mazda 6 Combi. Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass der japanische Hersteller mitten in Deutschland vor Ort bereits rund 18 Prozent der elfenbeinfarbenen Flotte stellt.
Die Brüder Michael und Martin Pentrop haben dort beide als Taxiunternehmer je zwei Fahrzeuge im Einsatz, von denen schon drei die Mazda-Schwinge tragen. Die Anschaffung des vierten ist bereits fest ins Auge gefasst. „Ich habe ihn dazu getrieben\", offenbart der jüngere Martin Pentrop mit schmunzelndem Seitenblick auf den Bruder. „ Ja, aber es ist ohnehin wirklich so, dass wir Taxifahrer uns jeden Tag unterhalten, die Mund-zu-Mund-Propaganda funktioniert bestens\", ergänzt Michael Pentrop „Gegenwärtig stagnieren die Umsätze schon länger und bei manchen Herstellern sind mit den Modellwechseln einfach schon die Preissprünge zu hoch. Außerdem werden wir bei Mazda immer mit offenen Armen empfangen, wir sind uns nie als Bittsteller vorgekommen.\"
Darüber hinaus sei es überaus wichtig, dass Versprechungen im Service-Bereich eingehalten würden. „Es gibt Kollegen,\" fügt Martin Pentrop hinzu, „die manchmal zwei Wochen auf ihr Auto warten müssen. So etwas ist in unserem, stark unter Kostendruck stehenden Gewerbe, tödlich.\" Beide bauen auf den Mazda 6 Combi, das sei ein „richtig schickes Auto\". „Es gibt Kunden,\" schildert der Ältere, „die steigen ein und sagen: ‚Endlich lerne ich einmal den neuen Mazda 6 kennen!\' Er wird von den Kunden problemlos akzeptiert. Ich glaube sogar, dass der Taxibetrieb das Mazda-Image weiter aufpolieren wird.\"
Ob Sie sich keine Gedanken um die Restwerte machen würden? „Das spielt im Taxigeschäft eine zweitrangige Rolle\", erwidert Martin Pentrop, „wir kaufen die Fahrzeuge, der Anschaffungspreis ist das entscheidende Kriterium. Wenn ich da 10.000 oder gar 15.000 Euro mehr in die Hand nehmen muss, ist das schlimmer. Damit binde ich einfach zu viel Kapital. So viel kann beim Restwert gar nicht verloren gehen. Leasing andererseits bringt auch nichts, weil wir gut und gern auf jährliche Laufleistungen von 70.000 Kilometern und mehr kommen. Dann sind auch die Leasingraten uninteressant.\"
„In der Tat sind Service und Fairness bei diesem Geschäft das A und O\", beleuchtet Dittmar Michelsen, Leiter Business Vertrieb bei der Mazda Motors Deutschland GmbH in Leverkusen, eine Szene, die für den Importeur in vielerlei Beziehung ein hervorragendes Testfeld darstellt. „Reparaturen sind gar nicht so entscheidend. Die Kollegen wollen ununterbrochen weiterfahren, von daher ist es viel wichtiger, wie schnell das Ersatzfahrzeug zur Verfügung steht. Bei uns bekommt der Taxiunternehmer das Ersatztaxi sofort.\" Mazda betreibe das Taxigeschäft seit 1998, begonnen seinerzeit mit dem 626-Turbodiesel, und halte derzeit hier einen Marktanteil von fünf Prozent. Das sei gegenwärtig der höchste Marktanteil aller Importeure. „Wenn der Premacy-Nachfolger kommt, und die Common-Rail-Diesel-Technologie in der Modellpalette noch weiter verbreitet wird, halte ich eine Verdoppelung des Marktanteils innerhalb von drei bis vier Jahren für realistisch.\"
Abgesehen vom modernen Auto, dass mit großzügigem Platzangebot zu einem attraktiven Preisleistungsverhältnis aufwarte, stehe und falle das Geschäft natürlich auch mit dem betreuenden Autohändler. Hier sei auch das Autohaus Wiesmann in Münster-Amelsbüren vorbildlich aufgestellt. „Wo sich ein Händler engagiert, wo der Taxifahrer seine eigene Eingangstür bekommt\", resümiert Michelsen, „da läuft das Geschäft in jedem Fall. Außerdem unterzieht der Taxibetrieb abseits aller Pannenstatistiken das Produkt viel plausibler einer brutalen Probe. Was im Taxibetrieb hält, hält überall. Sicher lassen sich Produkte auch über den Faktor Geld oder selbstmörderische Rabattschlachten in den Markt drängen. Aber noch schneller spricht sich Qualität herum und sorgt damit für den langfristigen Erfolg - für alle Seiten.\"