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21.09.2009
Thomas Kossendey bei INTAX
Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, Thomas Kossendey, hat bei einem Besuch der Firma INTAX am 21. September in Oldenburg die Beteiligungschancen der kleinen- und mittelständischen Industrie am Modernisierungsprozess der Bundeswehr unterstrichen.
Quelle: www.bmvg.de
Kossendey: Mittelstand profitiert von der Bundeswehr
„Gerade mit Hinweis auf die schwierige Finanz- und Wirtschaftslage wurde wiederholt Kritik an der Beschaffung ausländischer Fahrzeuge für die Bundeswehr geübt. Unsere Recherchen ergaben, dass es sich lohnt, genauer hinzuschauen: Ein nicht unerheblicher Teil der sogenannten "handelsüblichen Fahrzeuge" der Bundeswehr werden durch die Firma Intax umgerüstet, daher bin ich heute hier“, erklärte Kossendey auf die Frage, warum er sich ausgerechnet diesen Betrieb anschauen wolle.
„Die Umrüstung der Fahrzeuge für die Bundeswehr bindet allein 30 meiner 85 Mitarbeiter“, bestätigte der Geschäftsführer des mittelständischen Betriebes, Jörg Hatscher, während der Werksbesichtigung.
Hatscher erläutert den volkswirtschaftlichen Nutzen so: „Um einen Nissan Patrol zu bauen, benötigt ein Werk im Ausland etwa 70 Arbeitsstunden. Um das Fahrzeug an die Standards der Bundeswehr anzupassen, werden innerhalb meines Betriebes bei einer Vollumrüstung etwa 120 bis 150 Arbeitsstunden investiert.“
Diese Umbauten und Änderungen führten dazu, so der Geschäftsführer weiter, dass etwa die Hälfte des Fahrzeugwertes innerhalb des deutschen Mittelstandes erwirtschaftet werde. Anders sehe dies bei dem "vermeintlichen" deutschen Alternativmodell aus.
„Die Fahrzeuge von Typ Daimler Greenline („G-Modell“) werden in Österreich gefertigt und in einem fast vollständig gebrauchsfertigen Zustand geliefert; lediglich das Funkgerät muss noch eingebaut werden. Der größte Teil des wirtschaftlichen Ertrages bleibt somit in Österreich. Ich freue mich daher natürlich eher über die Anschaffung der Nissans.“
Insgesamt etwa 3.000 Fahrzeuge wurden durch die Firma in Oldenburg seit Gründung des Bundeswehr-FuhrparkService im Jahr 2002 umgerüstet. Um die Fahrzeuge dem gewünschten Layout des Auftraggebers anzupassen, werden sie zunächst mit einer speziellen Folie beklebt und anschließend die für den jeweiligen Verwendungszweck erforderlichen Umbaumaßnahmen vorgenommen.
Im Falle eines Fahrzeuges für die Feldjäger bedeute dies eine komplette Änderung des Fahrwerkes, der Elektronik sowie der Innenausstattung.
Alle Umbaumaßnahmen an den Fahrzeugen, wie zum Beispiel das Bekleben mit Spezialfolie, geänderte Fahrwerke oder angepasste und ergänzende Innenausstattungen, ließen sich komplett wieder zurückbauen.
Nachteile habe dies keine. Im Gegenteil, insbesondere die Folierung sei hinsichtlich einer erneuten Veräußerung von wirtschaftlichem Nutzen: Die Folie schütze den Lack weitgehend vor allen schädlichen Einflüssen, wie beispielsweise UV-Licht oder kleine Steinschläge.
Daher sei der Lack nach der Nutzung durch die Bundeswehr zum Zeitpunkt des Weiterverkaufs in einem Zustand wie am ersten Tag. „Es ist erfreulich zu sehen, dass der Mittelstand an der Modernisierung der Bundeswehr gutes Geld verdienen kann“, so das Resümee Kossendeys zu seinem Besuch.